Die Ukraine wird dank der KI-Software des US-Unternehmens Palantir voraussichtlich erhebliche Fortschritte bei der Verteidigung gegen russische Eindringlinge machen. Der Hauptvorteil besteht darin, dass die künstliche Intelligenz es der Software ermöglicht, feindliche Objekte mit größerer Genauigkeit zu identifizieren und zu lokalisieren.
Es wird erwartet, dass dieses Programm den Verlauf des Krieges in der Ukraine verändern wird: Laut „Wert am Sonntag“ nutzt das Programm „MetaConstellation“ künstliche Intelligenz, um feindliche Objekte zu lokalisieren und zu identifizieren. Für die ukrainische Armee könnte dies ein bedeutender Sieg im Kampf gegen die Aggression Russlands sein.
Ein Beispiel dafür, wie die Technologie der künstlichen Intelligenz (KI) im heutigen Kampf eingesetzt werden könnte, ist das bahnbrechende Programm „MetaConstellation“, das von Palantir Technologies, einem US-Unternehmen mit Sitz in Denver, entwickelt wurde.
Wie das Programm funktioniert
Laut WamS sollen auch technisch nicht versierte Personen in der Lage sein, das Programm „MetaConstellation“ zu nutzen. Mit Hilfe der benutzerfreundlichen Oberfläche der Software könnte ein ukrainischer Soldat Berichten zufolge potenzielle Standorte von russischen Panzern, Infanterie- oder Artilleriestellungen auf dem Bildschirm erkennen. Außerdem gibt es auf dem Schwarzen Meer Schiffe, die russischen Schlachtschiffen ähneln, deren Transponder aber nicht eingeschaltet sind.

So funktionieren die KI-Algorithmen der Software ähnlich wie Gesichtserkennungssoftware und können Panzer finden, die im Schnee versteckt sind oder Wälder bedecken, heißt es in der Studie. Künstliche Intelligenz wird eingesetzt, um Daten sowohl von kommerziellen als auch von militärischen Satelliten zu kombinieren und auszuwerten. Die Soldaten können Wärmebilder von feindlichem Artilleriefeuer und unglaublich detaillierte Bilder von im Unterholz versteckten T-72-Panzern ansehen, indem sie einfach auf das Ziel klicken.
Durch erneutes Klicken können auch die Zielkoordinaten abgerufen werden. Die Position, das Schiff oder der Panzer können dann mit Kanonen oder Drohnen angegriffen werden.
Mit jedem Einsatz wächst die Software
Der Hauptvorteil der Software besteht darin, dass die KI mit jedem Einsatz besser darin wird, feindliche Objekte zu identifizieren und zu lokalisieren. Der Veröffentlichung zufolge liegt das daran, dass die Ergebnisse jedes Einsatzes ausgewertet und in das Netzwerk eingespeist werden, um die Vorhersagemodelle zu verbessern.
Die Kampftaktik der ukrainischen Armee hat sich durch den Einsatz der Software bereits geändert. Ihm zufolge verfügt jedes Bataillon der ukrainischen Armee über mindestens einen Computerexperten, der dafür sorgt, dass das Programm korrekt eingesetzt wird. Er behauptete, dass die Ukraine dank des Programms nun 250-300 Ziele pro Tag angreifen könne, was einen bedeutenden Fortschritt darstelle. Er behauptete, dass Russland im Gegensatz zur Ukraine immer noch analoge Technik verwendet.

Algorithmischer Konflikt
Die Ukraine führt zunehmend einen „algorithmischen Krieg“, der es ihr ermöglicht, sich gegen die zahlenmäßig überlegenen russischen Streitkräfte zu wehren und sogar Vergeltung zu üben. Laut Mychaylo Fedorov, dem stellvertretenden Premierminister der Ukraine und Minister für digitale Transformation, ist der derzeitige russische Angriffskrieg gegen die Ukraine der technologisch ausgefeilteste Konflikt der Menschheitsgeschichte.
Dies stehe auch im Einklang mit dem allgemeinen Wandel in der modernen Kriegsführung, in der man sich zunehmend auf Daten und Technologie statt auf konventionelle Waffen wie Panzer und Artillerie verlasse.
Palantir liefert nur für westliche Demokratien
Palantir, das amerikanische Softwareunternehmen, stellt seine leistungsstarken algorithmischen Kampftechnologien nur westlichen Demokratien und deren Verbündeten zur Verfügung, z. B. deren Streitkräften, Regierungen und Geheimdiensten. Palantir-Programme sollen bereits zur Ergreifung von Osama Bin Laden beigetragen haben.


