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Freitag, Juli 10, 2026
StartAutoIn einer wichtigen Qualitätsstudie schneiden Mercedes, Porsche und VW schlecht ab

In einer wichtigen Qualitätsstudie schneiden Mercedes, Porsche und VW schlecht ab

Einer der wichtigsten Gradmesser für alle Autohersteller in den USA ist der J.D. Power-Kundenzufriedenheitsbericht. Mit Ausnahme einer Marke haben die deutschen Unternehmen bisher ziemlich schlechte Bewertungen erhalten. Doch an der Spitze stehen: Lexus und Kia.

Dass Tesla, der Elektro-Rivale von Mercedes, deutlich schlechter abschneidet, ist für Porsche, Mercedes und Co. nur ein schwacher Trost. Die Konkurrenz aus Japan, Korea und sogar einige US-Hersteller übertreffen die deutschen Premiummarken in der für amerikanische Autokonsumenten entscheidenden J.D. Power-Kundenzufriedenheitsstudie.

Mercedes und Co. werden in einer Studie von J.D. Power herabgestuft

Für den aktuellen Report hat J.D. Power mehr als 30.000 Autobesitzer befragt, wie viele Probleme sie mit ihren Fahrzeugen seit 2020 hatten. Somit sind die direkten Erfahrungen, die die Kunden mit jedem Aspekt ihres Autos gemacht haben, von Bedeutung, im Gegensatz zu beispielsweise dem TÜV-Report, bei dem nur die technische Zuverlässigkeit untersucht wird.

Der PP 100″-Faktor, der angibt, wie viele Probleme ein Modell pro 100 Fahrzeuge hat, wird in den amerikanischen Rankings verwendet. Der Gewinnfaktor für Lexus liegt bei 133, der Verlustfaktor für Land Rover bei 273. Da jedoch nur amerikanische Verbraucher befragt wurden und einige der Modelle in Deutschland nicht angeboten werden, sind die Ergebnisse nicht unmittelbar auf deutsche Verhältnisse übertragbar.

Nicht direkt auf Deutschland anwendbar

Doch weil VW und Co. in den USA deutlich wachsen wollen, ist das Ranking schlecht. Nur ein Kandidat der deutschen Autohersteller liegt zumindest im oberen Mittelfeld:

Audi landet in Deutschland nur auf Platz 29 (von 32) und damit auf dem letzten Platz. Auch Mercedes kann mit Rang 27 seinen hohen Qualitätsanspruch nicht untermauern.

VW ist zwar keine Premiummarke, kann sich aber mit Platz 24 nicht zufrieden geben. Porsche, eine Marke, die seit jeher für hohe Kundenzufriedenheit steht, landet auf einem erbärmlichen Platz 20. BMW schneidet zwar etwas besser ab, aber immer noch nicht fantastisch. Das Unternehmen aus München liegt auf Platz 15, knapp vor GMC und Mazda. Immerhin können sich einige Modelle, darunter der X1 und der X3, unter den ersten drei ihrer jeweiligen Modellkategorie platzieren. Mini ist die einzige deutsche Marke in den Top 10 und erreicht sogar den neunten Gesamtrang.

Koreaner glänzen, Lexus triumphiert

Die wenigsten Beschwerden hatten die Verbraucher über die japanische Marke Lexus, dicht gefolgt von Kia und Genesis (der Luxusmarke von Hyundai). Der Toyota C-HR und der Lexus RX wurden von den Autoren der Studie als die zuverlässigsten Fahrzeuge eingestuft. Nach dieser Statistik ist Buick der amerikanische Automobilhersteller mit den besten Kundenzufriedenheitswerten.

Lexus RX 450e

Toyota, der Hersteller von Lexus, schneidet etwas schlechter ab, befindet sich aber immer noch unter den Top 10. Mit einem Problemindex von 242 schneidet Tesla weit unter dem Durchschnitt ab, wird aber in der Rangliste nicht berücksichtigt, da der Elektrofahrzeughersteller in einigen US-Bundesstaaten den J.D. Power-Experten Informationen über die Besitzer vorenthält.

Nicht nur herkömmliche Qualitätsstandards

Als Fazit der Studie ist festzuhalten, dass alle modernen Infotainment- und Assistenzsysteme, insbesondere im Premiummarkt, neben den klassischen Qualitätskriterien wie Verarbeitung und Motorzuverlässigkeit eine bedeutende Rolle spielen. Die meisten Kundenbeschwerden drehen sich um diese Punkte. Der J.D. Power Index kann beispielsweise keine Aussage über die Haltbarkeit des Motors oder der Karosserie machen, zumal die Daten drei Jahre nach dem Kauf des Fahrzeugs erhoben werden.

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