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Freitag, Juli 10, 2026
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Deutschland: Mehrheit hält 4-Tage-Arbeitswoche für keine gute Idee

Mehr als die Hälfte der in Deutschland lebenden Menschen hält die Einführung einer Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich für nicht sinnvoll. Die Ansichten zu diesem Thema sind jedoch stark mit der politischen Zugehörigkeit verknüpft.

Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage halten 55 Prozent der Bundesbürger eine Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich für nicht sinnvoll.

Das Vier-Tage-Modell, im Gegensatz zu der in den meisten Industrieländern üblichen Fünf-Tage-Woche, ist in letzter Zeit vielfach erprobt worden.

Die meisten Unternehmen und Organisationen, die das Vier-Tage-Modell erprobt haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ermöglicht und den Stress unter den Arbeitnehmern verringert.

In Deutschland gehörte die IG Metall, Europas größte Gewerkschaft, zu den Organisationen, die die Einführung des Modells vorschlugen.

Was hat die Umfrage in Deutschland ergeben?

Die vom Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag des Magazins Stern durchgeführte Studie ergab, dass die Bewohner der ostdeutschen Bundesländer, die früher zur kommunistischen Deutschen Demokratischen Republik gehörten, der Idee am skeptischsten gegenüberstehen.

Unter ihnen sprachen sich 62 % gegen die Einführung einer Vier-Tage-Woche aus, im Gegensatz zu 54 % in den alten Bundesländern.

Die Umfrage zeigte auch, dass die Meinungen unter den Anhängern der verschiedenen politischen Parteien stark voneinander abweichen.

Die Wähler der umweltfreundlichen Grünen Partei waren am stärksten für das Vier-Tage-Modell, mit 69 % dafür und 29 % dagegen.

Die Anhänger der Mitte-Links-Sozialdemokraten (SPD) von Bundeskanzler Olaf Scholz waren dagegen mehrheitlich dagegen: nur 43 % befürworteten es, 53 % lehnten es ab.

Der stärkste Widerstand kam von den Anhängern der neoliberalen Freien Demokraten (FDP). Hier hielten 76 % die Idee, die Arbeitswoche um einen Tag zu verkürzen, für unerwünscht, und nur 25 % sprachen sich für mehr freie Zeit aus.

Die Befürworter beriefen sich im Allgemeinen auf die Ergebnisse von Studien in anderen europäischen Ländern, die eine Verringerung des Stressniveaus und eine Steigerung der Produktivität zeigten.

Die Gegner waren der Meinung, dass die Unternehmen finanziell belastet werden könnten und dass die anfallenden Arbeiten nicht unbedingt erledigt werden könnten, wenn weniger Stunden zur Verfügung stünden.

Dieser Artikel basiert auf Material der Nachrichtenagentur DPA.

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