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Freitag, Juli 10, 2026
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Wissenschaftler finden heraus, wie man Batterien aus Bierabfällen herstellen kann

Milliarden Tonnen von Brauereiabfällen könnten eine einzigartige nachhaltige Energielösung bieten

Wissenschaftler haben eine Methode zur Herstellung von Batteriematerialien aus Brauereiabfällen entdeckt.

Ein Team von Chemikern der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Deutschland behauptet, dass die Technik Milliarden von Tonnen von Nebenprodukten aus Bierbrauereien in Energiespeicher für eine klimafreundliche Zukunft“ verwandeln könnte.

Den Forschern ist es gelungen, Biertreber aus einer nahe gelegenen Brauerei als Bioquelle zu nutzen, um daraus Kohlenstoff für den Einsatz als Elektroden in Batterien und Superkondensatoren zu gewinnen.

„Seit einigen Jahren erforschen wir die Eignung verschiedener biologischer Rohstoffe für die Realisierung von kohlenstoffhaltigen Materialien, die wir für die Herstellung von Energiespeichern nutzen“, sagt Professor Andrea Balducci von der Universität Jena.

„Und Brauereiabfälle erfüllen dafür wichtige Kriterien: ihre chemische Zusammensetzung ist prinzipiell sehr gut für die von uns angestrebten Anwendungen geeignet.“

Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Brauereien in ganz Europa gut verteilt sind, so dass die Abfälle als Rohstoff für diesen Prozess leicht verfügbar sind.

In der Europäischen Union fallen rund 7 Milliarden Tonnen Biertreber an, davon etwa 1,5 Milliarden Tonnen allein in Deutschland.

„Diese Art von Abfall könnte eine interessante Option für die Herstellung von Materialien für Superkondensatoren sein, wenn bestimmte Faktoren weiter optimiert werden können, wie z. B. die Kosten für die chemische Zusammensetzung des Rohmaterials“, sagte Professor Balducci.

„Wir werden in weiteren Projekten daran arbeiten, die Vorteile und Grenzen der Verwendung dieses reichlich vorhandenen Materials besser zu verstehen, so dass es dann in größerem Umfang für die Herstellung nachhaltiger Energiespeicher eingesetzt werden könnte“.

Die Forschungsergebnisse wurden in einer Studie mit dem Titel ‚Brewery waste derived activated carbon for high performance electrochemical capacitors and lithium-ion capacitors‘ (Aktivkohle aus Brauereiabfällen für elektrochemische Hochleistungskondensatoren und Lithium-Ionen-Kondensatoren) in den Fachzeitschriften Electrochimica Acta und Energy Technology veröffentlicht.

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