Der kleine Rollkoffer hat das Reisen verändert.
Er lässt sich durch Flughäfen ziehen, steht stabil im Hotelzimmer und schützt seinen Inhalt zuverlässig. Für einen Wochenendtrip scheint die Entscheidung deshalb längst gefallen zu sein.
Trotzdem erlebt eine wesentlich ältere Form des Reisegepäcks eine bemerkenswerte Renaissance: der Weekender.
Eine weiche Reisetasche lässt sich über die Schulter tragen, passt einfacher in den Kofferraum und kann bei Bahnreisen zwischen anderen Gepäckstücken verstaut werden. Gleichzeitig sieht sie weniger nach funktionalem Fluggepäck und mehr nach persönlichem Reisebegleiter aus.
Marken wie DRAKENSBERG greifen genau diese Idee auf. Im Sortiment finden sich zahlreiche Weekender, Reisetaschen und Rucksäcke, bei denen Leder und Baumwoll-Canvas eine zentrale Rolle spielen.
Aber wann ist eine solche Tasche tatsächlich sinnvoller als ein Trolley?
Für zwei bis vier Tage kann weniger Gepäck mehr Freiheit bedeuten
Bei einer zweiwöchigen Reise ist ein Koffer kaum zu schlagen.
Für Freitag bis Sonntag sieht die Sache anders aus.
Zwei Hosen, einige Shirts, Unterwäsche, ein Pullover, Kulturbeutel und vielleicht ein zusätzliches Paar Schuhe benötigen überraschend wenig Platz – zumindest wenn nicht für jede mögliche Wetterlage ein zweiter Kleiderschrank mitreisen soll.
Weekender sind genau für diesen Zwischenbereich interessant.
DRAKENSBERG bietet beispielsweise Modelle mit unterschiedlichen Größen und Volumen an. Der Canvas-Weekender „Owen“ kommt auf rund 40 Liter und kann durch das Öffnen seitlicher Verschlüsse um etwa zehn Liter erweitert werden. Der Leder-Weekender „James“ in der 50-cm-Version bietet dagegen ungefähr 30 Liter.
Das zeigt bereits: „Weekender“ bezeichnet keine einheitliche Größe.
Vor dem Kauf sollte deshalb nicht die Frage stehen, welcher am schönsten aussieht, sondern wie viel Gepäck normalerweise tatsächlich mitgenommen wird.
Canvas oder Leder verändert mehr als nur den Look
Besonders deutlich unterscheiden sich Reisetaschen beim Material.
Eine Ledertasche besitzt einen klassischen Charakter und verändert sich mit der Nutzung. Kratzer und unterschiedliche Farbtöne können mit der Zeit Teil der Patina werden.
Das muss man allerdings mögen.
Wer erwartet, dass eine Tasche nach Jahren exakt wie am ersten Tag aussieht, wird mit naturbelassenem Leder möglicherweise weniger glücklich.
Canvas wirkt dagegen meist etwas legerer und kann beim Eigengewicht Vorteile bieten.
DRAKENSBERG verwendet bei verschiedenen Modellen robustes Baumwoll-Canvas in Kombination mit Büffelleder. Beim „Owen“ werden beispielsweise 18-oz-Baumwoll-Canvas, vegetabil gegerbtes Büffelleder, Baumwollfutter und Metallteile aus Messing angegeben.
Andere Modelle bestehen vollständig oder überwiegend aus Leder. Beim „James“ wird für eine Variante vollnarbiges, pflanzlich gegerbtes Büffelleder verwendet.
Welche Variante besser ist, hängt deshalb weniger von einem allgemeinen Qualitätsurteil als vom Einsatzzweck ab.
Das Eigengewicht sollte man nicht vergessen
Leder besitzt allerdings einen Nachteil, der auf Produktfotos kaum sichtbar wird: Gewicht.
Je größer und massiver eine Ledertasche gebaut ist, desto mehr Gewicht trägt man bereits, bevor das erste Kleidungsstück eingepackt wurde.
Das spielt besonders bei Flugreisen eine Rolle.
Airlines begrenzen Handgepäck nicht nur über die Abmessungen. Je nach Tarif und Fluggesellschaft kann auch das zulässige Gewicht eingeschränkt sein.
Bei einer Reise mit Auto ist dieser Unterschied meistens nebensächlich. Wer dagegen mehrere Bahnhöfe durchquert, Treppen hochläuft oder längere Strecken zu Fuß zurücklegt, merkt jedes zusätzliche Kilogramm.
Ein schöner Weekender sollte deshalb nicht ausschließlich leer beurteilt werden.
Die bessere Vorstellung lautet:
Wie fühlt sich diese Tasche an, wenn sie vollständig gepackt ist?
Handgepäck ist keine universelle Größe
Hier lauert außerdem ein typischer Fehler.
„Handgepäcktauglich“ klingt wie eine feste Produkteigenschaft.
Ist es aber nicht.
Fluggesellschaften und Tarife können unterschiedliche Vorgaben für Abmessungen, Gewicht und Anzahl der Gepäckstücke haben. Manche Tickets enthalten lediglich eine kleine Tasche für den Bereich unter dem Vordersitz, während größere Kabinengepäckstücke zusätzlich gebucht werden müssen.
DRAKENSBERG weist bei verschiedenen Modellen darauf hin, dass ihre Maße den Handgepäckbestimmungen vieler Fluggesellschaften entsprechen. Der „Owen“ misst beispielsweise 40 × 52 × 20 Zentimeter; für den „James“ werden 50 × 23 × 29 Zentimeter genannt.
Das Wort „vieler“ ist dabei entscheidend.
Vor jedem Flug sollten die aktuellen Bedingungen der konkreten Airline und des gebuchten Tarifs kontrolliert werden.
Eine Tasche wird schließlich nicht dadurch kleiner, dass im Shop „Handgepäck“ danebensteht.
Beim Zug spielt der Weekender seine Stärken anders aus
Bei Bahnreisen stellt sich eine andere Frage.
Hier zählt weniger die exakte Zentimetergrenze als die Frage, wie leicht sich Gepäck bewegen und verstauen lässt.
Ein Weekender kann auf der Gepäckablage, zwischen Sitzen oder auf einem Koffer Platz finden. Weiche Seiten können dabei praktischer sein als die starre Schale eines Trolleys.
Dafür muss die Tasche getragen werden.
Wer auf einer Reise häufig umsteigt und längere Wege zurücklegt, könnte mit einem Rucksack angenehmer unterwegs sein. Wer hauptsächlich vom Taxi in den Zug und später ins Hotel wechselt, empfindet die Reisetasche möglicherweise als komfortabel genug.
Deshalb gibt es nicht „das beste“ Reisegepäck.
Es gibt nur Gepäck, das besser oder schlechter zur jeweiligen Reise passt.
Ein separates Schuhfach kann überraschend nützlich sein
Bei der Innenaufteilung lohnt sich ebenfalls ein genauer Blick.
Ein einziges großes Hauptfach wirkt zunächst flexibel. Sobald Schuhe, Ladekabel, Kosmetik und saubere Kleidung zusammenkommen, entsteht allerdings schnell das typische Reisetaschen-Chaos.
Separate Bereiche können deshalb sinnvoll sein.
DRAKENSBERG führt beispielsweise Reisetaschen mit integriertem Schuhfach. Die Idee dahinter ist simpel: Schuhe werden vom restlichen Gepäck getrennt und müssen nicht zusätzlich in Beuteln zwischen sauberer Kleidung verstaut werden.
Das ist nicht nur auf Reisen praktisch.
Ein Weekender mit Schuhfach kann gleichzeitig als Sporttasche funktionieren.
Wer die Tasche sowohl für Fitnessstudio als auch Wochenendtrips verwendet, bekommt dadurch möglicherweise mehr Nutzen aus einem einzigen Produkt.
Business-Reisen stellen andere Anforderungen
Für einen privaten Wochenendtrip kann ein großes Hauptfach vollkommen ausreichen.
Bei einer Geschäftsreise kommen Laptop, Ladegerät, Dokumente und andere Dinge hinzu, die schnell erreichbar und besser geschützt sein sollten.
Dafür existieren inzwischen Mischformen zwischen Aktentasche und Weekender.
Bei DRAKENSBERG findet sich beispielsweise die 48-Stunden-Reisetasche „Mason“. Sie kombiniert gewachstes Canvas und Büffelleder mit Schnellzugriffsfächern, Reißverschlussfach und Kofferschlaufe.
Solche Details können im Alltag wichtiger sein als dekorative Elemente.
Wer am Bahnhof jedes Mal die gesamte Tasche öffnen muss, um ein Ladekabel herauszuholen, merkt schnell, warum Taschenorganisation mehr als eine Designfrage ist.
Gute Beschläge sind bei Reisegepäck wichtiger als sie aussehen
Bei einer Tasche fällt der Blick zuerst auf das Obermaterial.
Dabei befinden sich mögliche Schwachstellen häufig an ganz anderen Stellen.
Reißverschlüsse, Nähte, Tragegriffe, Schultergurt und Befestigungspunkte werden ständig belastet.
Besonders bei einer vollgepackten Reisetasche konzentriert sich erhebliche Kraft auf die Stellen, an denen die Griffe mit dem Taschenkörper verbunden sind.
DRAKENSBERG setzt bei verschiedenen Weekendern auf YKK-Reißverschlüsse und verstärkte Belastungspunkte. Bei bestimmten Modellen werden die Griffe zusätzlich vernäht und vernietet.
Beim Vergleich zweier Taschen lohnt es sich deshalb, genau diese unspektakulären Details anzusehen.
Eine beeindruckende Lederoberfläche nützt wenig, wenn nach kurzer Zeit der Reißverschluss Probleme macht.
Patina ist entweder Vorteil oder Nachteil
Vintage-Design spielt bei DRAKENSBERG eine große Rolle.
Gerade bei Leder entsteht der gewünschte Charakter teilweise erst durch Gebrauch.
Eine neue Tasche sieht ordentlich aus. Eine ältere kann Kratzer, leichte Farbunterschiede und Gebrauchsspuren entwickeln.
Für manche Menschen macht genau das den Reiz aus.
Andere möchten, dass ihr Reisegepäck möglichst lange makellos bleibt.
Beides ist völlig legitim.
Man sollte nur vor dem Kauf wissen, zu welcher Gruppe man gehört.
Das gilt auch für Canvas. Stoff verändert sich ebenfalls durch Nutzung und kann sichtbare Spuren bekommen.
Wer eine solche Tasche kauft, entscheidet sich deshalb ein Stück weit gegen die Vorstellung, dass jedes Zeichen einer Reise ein Mangel ist.
Pflege gehört bei Naturmaterialien zum Produkt
Leder und Baumwoll-Canvas verlangen außerdem einen etwas anderen Umgang als ein Kunststoffkoffer.
Feuchtigkeit, Lagerung und Reinigung spielen eine größere Rolle.
DRAKENSBERG empfiehlt beispielsweise, seine Reisetaschen trocken zu lagern und Feuchtigkeit an Metallteilen beziehungsweise Reißverschlüssen zu vermeiden.
Bei Leder können abhängig von Art und Verarbeitung geeignete Pflegeprodukte sinnvoll sein.
Dabei gilt allerdings: nicht einfach irgendeine Creme auftragen.
Pflegemittel können Farbe und Oberfläche verändern. Deshalb sollten immer die konkreten Pflegehinweise für das jeweilige Material beachtet und Produkte im Zweifel zunächst an einer unauffälligen Stelle getestet werden.
Ein Weekender aus Naturmaterialien ist damit etwas weniger „pflegefrei“ als ein einfacher Hartschalenkoffer.
Dafür entwickelt er im Idealfall mit der Zeit einen eigenen Charakter.
Eine gute Reisetasche muss nicht möglichst groß sein
Beim Gepäckkauf passiert häufig dasselbe wie beim Autokauf:
Mehr Volumen wirkt zunächst besser.
Eine größere Tasche bietet schließlich mehr Möglichkeiten.
Das Problem ist nur, dass zusätzlicher Platz fast automatisch gefüllt wird.
Aus dem leichten Wochenendgepäck wird plötzlich eine schwere Tasche mit Dingen, die man „vielleicht gebrauchen könnte“.
Für zwei bis drei Tage können rund 30 bis 40 Liter bereits erstaunlich viel Platz bieten. Wer minimalistischer packt, kommt teilweise mit noch weniger aus.
Eine kleinere Tasche besitzt außerdem einen psychologischen Vorteil: Sie setzt eine Grenze.
Drei Paar Schuhe passen dann eben nicht hinein.
Vielleicht braucht man sie auch gar nicht.
Nicht jede Reise braucht denselben Gepäcktyp
Der Weekender ist deshalb kein Ersatz für jeden Koffer.
Für längere Flugreisen bleibt ein stabiler Trolley häufig praktischer. Für Wanderreisen kann ein guter Rucksack die bessere Wahl sein. Familien benötigen wiederum ganz andere Gepäcklösungen.
Interessant wird die klassische Reisetasche dort, wo Reisen kurz und flexibel werden.
Wochenendtrip mit dem Auto.
Zwei Nächte mit der Bahn.
Geschäftsreise.
Besuch bei Freunden.
Fitnessstudio direkt nach der Arbeit.
Genau hier kann ein hochwertiger Weekender mehrere Rollen übernehmen.
Und dadurch wird auch ein höherer Anschaffungspreis leichter einzuordnen.
Nicht „Wie viel kostet die Tasche?“ ist dann die einzige Frage, sondern auch: Wie häufig und wie lange werde ich sie benutzen?
Erst Größe und Material auswählen, dann den Preis optimieren
DRAKENSBERG positioniert seine Reisetaschen preislich klar oberhalb einfacher Standard-Sporttaschen. Das Unternehmen verweist dabei auf Naturmaterialien, Handarbeit und den Verzicht auf klassischen Zwischenhandel.
Das bedeutet allerdings nicht, dass automatisch jedes Modell für jeden Reisenden sinnvoll ist.
Vor einer Bestellung sollten deshalb zuerst vier Punkte feststehen: gewünschtes Volumen, bevorzugtes Material, typische Reiseart und notwendige Innenaufteilung.
Wer hauptsächlich fliegt, kontrolliert zusätzlich die Maße. Wer viel zu Fuß unterwegs ist, sollte stärker auf Eigengewicht und Tragekomfort achten. Und wer die Tasche gleichzeitig für Sport verwendet, kann von einem separaten Schuhfach profitieren.
Steht das passende Modell anschließend fest, kann geprüft werden, ob aktuelle DRAKENSBERG Gutscheine und Angebote verfügbar sind.
So bleibt ein Rabatt das, was er sein sollte: ein zusätzlicher Preisvorteil bei einer bereits sinnvollen Kaufentscheidung.
Denn gutes Reisegepäck muss nicht für jede Reise perfekt sein.
Es sollte vor allem so gut zur eigenen Art zu reisen passen, dass man vor dem nächsten Wochenende nicht wieder darüber nachdenken muss, welche Tasche man mitnimmt.

