Ein Sofa gefällt auf den ersten Blick, der Esstisch sieht auf dem Produktfoto perfekt aus und die neue Kommode scheint genau den fehlenden Stauraum zu bieten.
Einige Wochen später steht trotzdem fest: Das Sofa wirkt im eigenen Wohnzimmer viel größer als erwartet, der Tisch lässt kaum Platz zum Vorbeigehen und die Kommode löst das eigentliche Stauraumproblem nur teilweise.
Beim Möbelkauf entsteht ein Fehlkauf eben selten deshalb, weil ein Möbelstück grundsätzlich schlecht ist. Häufig passt es schlicht nicht richtig zum Raum oder zum eigenen Alltag.
Gerade bei großen Einrichtungshäusern wie Höffner liegt die Herausforderung deshalb weniger darin, überhaupt etwas Passendes zu finden. Schwieriger ist es, aus einem enormen Sortiment die richtige Auswahl zu treffen.
Erst den Raum planen, dann die Möbel auswählen
Der klassische Fehler beginnt oft mit einem einzelnen Produkt.
Man sieht ein Sofa, verliebt sich in Farbe und Form und versucht anschließend, den restlichen Raum darum herum zu bauen.
Sinnvoller ist die umgekehrte Reihenfolge.
Wie groß ist das Zimmer? Wo befinden sich Fenster, Türen und Heizkörper? Welche Laufwege müssen frei bleiben? Wie viele Menschen nutzen den Raum regelmäßig?
Schon diese Fragen können die Auswahl deutlich verkleinern.
Höffner führt aktuell Möbel für praktisch alle Wohnbereiche – vom Wohnzimmer und Esszimmer über Schlafzimmer, Büro und Bad bis zu Baby-, Kinder- und Jugendzimmern. Dazu kommen Gartenmöbel, Leuchten, Teppiche, Textilien, Haushaltsartikel und Accessoires.
Diese Breite ist praktisch, erhöht aber gleichzeitig die Versuchung, verschiedene Produkte spontan miteinander zu kombinieren.
Eine einfache Skizze mit Raummaßen kann deshalb wertvoller sein als eine Stunde zusätzliches Scrollen durch Möbelangebote.
Beim Sofa zählt der Alltag mehr als der Trend
Kaum ein Möbelstück beeinflusst ein Wohnzimmer so stark wie das Sofa.
Ein großer Eckbereich wirkt gemütlich, benötigt aber entsprechend Platz. Ein kompakter 2- oder 3-Sitzer lässt einen kleineren Raum offener erscheinen. Schlafsofas können wiederum sinnvoll sein, wenn gelegentlich Gäste übernachten und kein separates Gästezimmer vorhanden ist.
Auch die Nutzung verändert die Anforderungen.
Wer überwiegend aufrecht sitzt und liest, sucht möglicherweise eine andere Sitztiefe als jemand, der abends hauptsächlich ausgestreckt Filme schaut.
Haustiere und kleine Kinder machen außerdem die Wahl des Bezugs wichtiger. Ein empfindlicher heller Stoff kann optisch hervorragend passen, im täglichen Gebrauch aber mehr Pflege benötigen.
Höffner bietet bei ausgewählten Möbelserien verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten. Bei bestimmten Sofas können beispielsweise Stoffe, Armlehnen, Fußvarianten oder Polsterungen gewählt werden.
Solche Optionen sind sinnvoll – solange man zuerst weiß, welche Eigenschaften tatsächlich gebraucht werden.
Einrichtungsstil bedeutet nicht, alles aus einer Serie zu kaufen
Skandi, Industrial, Landhaus, Boho oder modern: Möbelshops ordnen Produkte zunehmend nach Wohnstilen.
Höffner arbeitet aktuell mit elf unterschiedlichen Stilrichtungen und bietet zusätzlich Möbelserien für verschiedene Räume an.
Für die Orientierung kann das hilfreich sein.
Trotzdem muss ein Wohnzimmer nicht aussehen, als wäre es vollständig aus einer Katalogseite übernommen worden.
Oft wirkt ein Raum interessanter, wenn nicht jedes Möbelstück exakt dieselbe Oberfläche und Farbe besitzt.
Ein schlichter Esstisch kann beispielsweise mit auffälligeren Stühlen kombiniert werden. Zu einem zurückhaltenden Sofa passen ein charaktervoller Teppich oder einzelne farbige Kissen.
Der gemeinsame Nenner kann dabei subtil sein: ähnliche Holztöne, wiederkehrende Materialien oder eine begrenzte Farbpalette reichen häufig aus.
Bei großen Möbeln unbedingt die Transportwege messen
Die Maße des eigentlichen Stellplatzes sind nur ein Teil der Planung.
Ein Sofa kann perfekt ins Wohnzimmer passen – und trotzdem nicht durch das Treppenhaus kommen.
Deshalb sollten vor größeren Bestellungen auch Haustür, Flur, Treppen, Aufzug und besonders enge Durchgänge berücksichtigt werden.
Höffner bietet dafür unter anderem Aufmaß-, Liefer- und Montageservices an. Beim Aufmaß werden nach Unternehmensangaben auch die Voraussetzungen für die spätere Anlieferung kontrolliert.
Bei kleineren Möbeln kann Selbstabholung wiederum interessant sein. Viele online verfügbare Produkte lassen sich über Click & Collect bestellen und anschließend in einer ausgewählten Filiale abholen.
Damit lohnt es sich bereits vor dem Kauf zu überlegen, ob Selbsttransport realistisch ist oder Lieferung und Montage von Anfang an in das Budget gehören.
Eine Küche ist ein eigenes Projekt
Noch wichtiger wird professionelle Planung bei einer Einbauküche.
Hier reicht es nicht, Breite und Höhe eines Raumes ungefähr zu kennen.
Wasseranschlüsse, Steckdosen, Fenster, Türen, Arbeitswege, Elektrogeräte und Stauraumbedarf müssen zusammenpassen.
Höffner bietet dafür Küchenberatung im Einrichtungshaus, zu Hause oder telefonisch an. Zum Küchenservice gehören außerdem Aufmaß sowie Liefer- und Montagemöglichkeiten.
Wer eine Küche plant, sollte sich allerdings schon vor dem Beratungstermin einige Gedanken machen.
Wie häufig wird gekocht? Werden viele große Töpfe verwendet? Wird Vorrat für eine ganze Familie gelagert? Soll die Küche gleichzeitig Ess- oder Arbeitsplatz sein?
Eine große Kochinsel sieht beeindruckend aus. Wenn sie jedoch die Bewegungsfreiheit einschränkt, kann eine kleinere Lösung im Alltag besser funktionieren.
Stauraum sollte dort entstehen, wo er gebraucht wird
Beim Einrichten wird Stauraum häufig erst dann zum Thema, wenn der Raum bereits vollgestellt ist.
Dabei kann eine gute Stauraumplanung sogar dazu führen, dass insgesamt weniger Möbel benötigt werden.
Ein hoher Schrank nutzt beispielsweise die Raumhöhe besser als mehrere niedrige Einzelmöbel. Ein Bett mit integriertem Stauraum kann zusätzliche Kommoden überflüssig machen.
Für komplizierte Grundrisse können Maßanfertigungen interessant werden. Höffner bietet über seine „Möbelwerke“ konfigurierbare Lösungen unter anderem für Schränke, Dachschrägen, Regale, Garderoben und Tische an. Für diese Maßmöbel gehören laut Anbieter Aufmaß, Lieferung und Montage zum entsprechenden Vollservice.
Das ist besonders bei Dachgeschosswohnungen oder ungewöhnlichen Nischen relevant, in denen Standardmaße viel Raum verschenken können.
Nicht jedes Möbelstück braucht dasselbe Budget
Bei einer kompletten Wohnungseinrichtung kann es sinnvoll sein, das Budget unterschiedlich zu verteilen.
Eine Matratze wird jede Nacht benutzt. Ein Sofa möglicherweise mehrere Stunden täglich. Ein Bürostuhl kann für Menschen im Homeoffice ebenfalls erheblichen Einfluss auf den Alltag haben.
Bei solchen Produkten können Komfort, Ergonomie und Haltbarkeit wichtiger sein als ein möglichst niedriger Anschaffungspreis.
Bei Dekoration, Beistelltischen oder kleineren Accessoires besteht dagegen oft mehr Spielraum.
Höffner deckt beide Seiten ab: Neben klassischen Möbeln gehören auch Haushaltswaren, Teppiche, Bettwaren, Textilien, Leuchten und Dekoration zum Sortiment.
Wer mehrere Räume neu einrichtet, sollte deshalb nicht jedem Bereich automatisch denselben Anteil des Budgets geben.
Online auswählen oder im Möbelhaus ausprobieren?
Bei kleineren Wohnaccessoires ist der Onlinekauf unkompliziert.
Bei Sofa, Sessel, Matratze oder Esstisch kann der Besuch eines Einrichtungshauses dagegen zusätzliche Informationen liefern, die ein Produktfoto kaum vermitteln kann.
Wie fest ist das Sofa tatsächlich?
Wie fühlt sich der Stoff an?
Ist der Esstisch aus der Nähe noch genauso überzeugend?
Höffner verbindet beide Vertriebswege und betreibt neben dem Onlineshop mehr als 25 Einrichtungshäuser in Deutschland.
Das ermöglicht einen sinnvollen Mittelweg: online recherchieren und eine Vorauswahl treffen, wichtige Möbel anschließend vor Ort prüfen und danach entscheiden.
Gerade bei Produkten, die viele Jahre genutzt werden sollen, kann eine halbe Stunde Probesitzen wertvoller sein als zwanzig zusätzliche Kundenbewertungen.
Rabatte erst vergleichen, wenn die Auswahl steht
Möbel gehören zu den Produktbereichen, in denen Rabattaktionen besonders präsent sind.
Prozentaktionen, Sale-Angebote und zeitlich begrenzte Preisvorteile können durchaus einen Unterschied machen – vor allem bei größeren Anschaffungen.
Sie können aber auch dazu führen, dass der Rabatt selbst zum Kaufargument wird.
Wer bereits Sofa, Schrank oder Esstisch ausgewählt und Maße, Material sowie Lieferbedingungen kontrolliert hat, kann anschließend prüfen, ob aktuelle Höffner Gutscheine und Angebote verfügbar sind.
Das ist die sinnvollere Reihenfolge.
Nicht zuerst nach dem größten Rabatt suchen und anschließend überlegen, welches Produkt dazu passt – sondern das richtige Möbelstück auswählen und danach prüfen, ob sich dessen Preis noch reduzieren lässt.
Bei einer kompletten Einrichtung können selbst kleine Fehlentscheidungen schließlich teuer werden.
Und manchmal ist das wirtschaftlichste Möbelstück nicht das billigste im Warenkorb, sondern der Tisch, das Bett oder das Sofa, das nach fünf Jahren immer noch zum Raum und zum eigenen Alltag passt.

